Heinz Marx

Ein „Eckenheimer Bub“  besuchte uns im Mai – und begeisterte uns mit seinen Ausführungen die über mehrere Jahrzehnte anschaulich erzählt wurden.

Er ist mit seinen 94 Jahren immer noch aufgeschlossen und voller Tatendrang und wir haben uns sehr gefreut, dass er den Weg im eigenen Auto zu uns gefunden hat und hoffen, dass wir noch viel von ihm hören werden.

Frank Nagel

Zu unserem Gebabbel am 04. Mai 2017 besuchte uns der Vorsitzende der Historischen Straßenbahn der Stadt Frankfurt am Main, Frank Nagel.

Er schilderte uns sehr anschaulich den Anfang der Straßenbahn in Frankfurt.

Wir haben dabei erfahren was für eine lange Zeit zwischen Planung und Verwirklichung liegt. Bereits 1935 wurde über eine unterirdische Straßenbahn in der Stadt nachgedacht und letztendlich verwirklicht wurde es in den 70igern.

Über das was dazwischen lag erzählte uns Frank Nagel so begeisternd, dass die Zeit wie im Flug verging und wir uns auf einen erneuten Besuch von ihm freuen, bei dem er uns über die Neuerungen und die Zukunft berichten wird.

 

Rückblick 2016

Das Jahr 2016 …
Im Januar haben wir unsere Mitglieder und die Eckenheimer Mitbürger zum ersten Gebabbel mit einem Vortrag zum Thema „Erbrecht“ eingeladen. Herr Notar a.D. und Rechtsanwalt Wolfgang Heinrich erklärte uns die Neuerungen/Änderungen zum bestehenden Erbrecht.
Außerdem stand das vergangene Jahr ganz im Zeichen des Ehrenmals in der Georg-Esser-Anlage am alten Eckenheimer Friedhof.
Seit 1995 machte der Heimatverein Eckenheim auf den Verfall des historischen Ehrenmals aufmerksam und engagierte sich für den Erhalt. Zum 100. Jahrestag der Eingemeindung Eckenheims wurden 480 Unterschriften von Mitbürgern für die Sanierung des Ehrenmals in der heutigen Georg-Esser-Anlage gesammelt.
Im Mai 2014 traf man sich an einem „runden Tisch“ mit der Stadt um einen Maßnahmenkatalog zur Sanierung des Ehrenmals zu erstellen. Ende 2015 wurden die Sanierungsarbeiten am Ehrenmal fertiggestellt. Die durch Verwitterung, Beschädigungen und teilweiser Zerstörung der Muschelkalkplatten vielfach unleserlichen Namen konnten dank der Zusammenarbeit des Heimatvereins und engagierter Bürger nahezu vollständig ermittelt werden. Sie sind auf einer Tafel angeordnet. Am 21. September 2016 wurde diese neben dem Ehrenmal angebracht.
Im Mai besuchte uns Metzgermeister Peter Martus und berichtete uns mit sehr viel Witz und Charme über die Entstehung der „Metzgerei Martus“, die durch seinen Vater Lothar in Frankfurt am Main aufgebaut wurde.
Am 13. November 2016 veranstalteten wir eine Gedenkfeier für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal. Hierbei wurden wir begleitet durch eine Ehrenwache der Bundeswehr, vertreten durch die Reservistenkameradschaft Kurmainz, die durch den militärischen Gruß den gefallenen Soldaten die Ehre erwiesen.
Auf unserer Weihnachtsfeier im Haus Ronneburg besuchte uns der Weihnachtsmann, was zur allgemeinen Erheiterung beitrug.
Der Heimatverein Eckenheim e.V. dankt all seinen Mitgliedern, Freunden, dass sie auch 2016 uns bei der Vereinsarbeit unterstützt haben.

Kranzniederlegung zum Volkstrauertag

Am 13. November 2016 veranstalteten wir eine Gedenkfeier für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal in der Georg-Esser-Anlage. Begleitet wurden wir durch eine Ehrenwache der Bundeswehr, vertreten durch die Reservistenkameradschaft Kurmainz, die durch den militärischen Gruß den gefallenen Soldaten und Bürgern die Ehre erwiesen.

Es wurde durch den Vorsitzenden des Ortsbeirats Herrn Robert Lange und den Vertreter der katholischen Kirche Herrn Wolfgang Heinrich noch einmal auf diese Kriege mit ihren verheerenden Folgen hingewiesen und an die aktuellen Konflikte erinnert, die leider immer noch andauern.

Unser Mitglied Herr Arthur Rudolph wies nun noch einmal darauf hin, wie wichtig der Erhalt dieses schlichten Ehrenmals als Mahnung sei, welches dank der Hilfe des Kulturamtes der Stadt Frankfurt und mit Unterstützung des Ortsbeirates 10 restauriert werden konnte, so dass es in dieser kleinen Anlage erhalten bleibt.

Die ursprünglich eingravierten Namen der Gefallenen auf dem Ehrenmal konnten leider nicht wieder hergestellt werden und wurden daher auf einer Namenstafel neben dem Ehrenmal ehrvoll angebracht.


Zu Gast bei Freunden

Die Briefmarkenfreunde Moenus 1911 e.V. haben den Heimatverein vom 01. bis 03. Oktober 2016 mit seinem Weinstand zu ihrem 105. Geburtstag zu einer Deutsch-Koreanischen Briefmarken-Ausstellung, sowie den Tag der Briefmarke, welcher auch auf den Tag der Deutschen Einheit viel, eingeladen.

Dies auch im Hinblick auf das immer noch geteilte Korea mit dem Wunsch nach Wiedervereinigung und der Hoffnung, dass die Mauern so fallen wie einst bei uns.

Es waren sehr schöne unvergessliche Tage, die wir mit den Briefmarkenfreunden verbringen konnten.


Ehrenmal: Was lange währt, wird endlich gut

Ehrenmal am alten Eckenheimer Friedhof in der Georg-Esser-Anlage

Historie

Über 150 Eckenheimer hatten im 1. Weltkrieg (1914 – 1918) ihr Leben verloren. Nach Kriegsende breitete sich Armut in Eckenheim aus. Trotzdem war den Witwen und Angehörigen der Gefallenen und den Eckenheimer Bürgern ein würdiges Gedenken an die Opfer des Weltkrieges sehr wichtig. Der „Krieger- und Militärverein Eckenheim“ leitete unter dem Vorsitz von Herrn Wilhelm Wörn die notwendigen Schritte für ein Ehrenmal ein. Ein Ehrenmal-Ausschuss wurde gegründet, die Planung durchgeführt und eine Geldsammlung gestartet – eine echte Eckenheimer Bürgerinitiative. Mit dem 1880 aufgelassenen alten Eckenheimer Friedhof wurde ein geeigneter Platz gefunden. Tatkräftige Bürger wie Herr Lehrer Sommer von der Münzenberger Schule, Herr Klörs senior und Herr Wilhelm Huhn unterstützten und förderten dieses Gemeinschaftswerk in vorbildlicher Weise. So konnte der Baufirma H. & W. Porth, Engelthaler Straße, in Zusammenarbeit mit der Steinmetzfirma Ludwig Stang, Barchfeldstraße, der Bauauftrag erteilt werden. Das Ehrenmal wurde, den Verhältnissen entsprechend, schlicht ausgeführt. An einem aus Eisenbeton gegossenen Kern wurden Muschelkalkplatten mit den Namen der Gefallenen und Vermissten angebracht. 1922 wurde das Ehrenmal hier auf dem alten Eckenheimer Friedhof feierlich eingeweiht.

Erinnerungen

Wir müssen heute ehrlich feststellen, dass die Erstellung dieser Gedenkstätte eine großartige Leistung des damals noch kleinen Stadtteiles Eckenheim darstellt. Die Einweihung des Werkes wurde dann auch zu einem großen Tag für ganz Eckenheim und mit Recht konnten die Eckenheimer stolz darauf sein.

Nach dem 2. Weltkrieg hat die Ortsgruppe Eckenheim des Verbandes der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands (VdK) mit ihrem Vorsitzenden Johannes Kohrs sich des Ehrenmals angenommen. Das Eckenheimer Ehrenmal war bis jetzt allein den Opfern des Ersten Weltkrieges gewidmet. Es sollte deshalb mit einem aufgesetzten Teil mit der Inschrift „1939 DEN“ OPFERN 1945″ und mit einem Kreuz versehen werden. Im Oktober 1963 hatten 16 VdK- Mitglieder, vornehmlich Kriegerwitwen, bei Eckenheimer Familien Geldspenden gesammelt. Dabei sind ca. 1.600 Mark zusammengekommen. Den fehlenden Betrag von ca. 1.300 Mark für die Umgestaltung des Ehrenmals hat dann das Städtische Amt für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung übernommen. Für die gewünschte Renovierung des alten Denkmals war kein Geld vorhanden. Am 15. November 1964 – dem Volkstrauertag – fand die erste Kranzniederlegung statt, bei der nun auch die Toten des Zweiten Weltkriegs in das Gedenken mit einbezogen waren. Die Eckenheimer Gesangvereine stellten dazu einen gemeinsamen Chor.

Unser Beitrag

hve-und-ehrenmalSeit 1995 machte der Heimatverein Eckenheim auf den Verfall des historischen Ehrenmals aufmerksam. Vor der Feier des 100. Jahrestages der Eingemeindung Eckenheims wurden 480 Unterschriften Eckenheimer Bürger für die Sanierung des Ehrenmals in der heutigen Georg-Esser-Anlage gesammelt. Im Mai 2014 wurde an einem „runden Tisch“ mit der Stadt ein Maßnahmenkatalog zur Sanierung des Ehrenmals verabschiedet. Ende 2015 wurden die Sanierungsarbeiten am Bauwerk fertiggestellt.

Die wegen Verwitterung, Beschädigung und teilweiser Zerstörung der Muschelkalkplatten vielfach unleserlichen Namen konnten dank der Zusammenarbeit des Heimatvereins und engagierter Bürger nahezu vollständig ermittelt werden. Sie sind nun auf einer Tafel angeordnet, die am 21. September 2016 an der Mauer neben dem Ehrenmal angebracht wurde.

gedenktafelehrenmal

153 Namen sind wieder bekannt

Jeder Name eines Kriegstoten steht für ein konkretes Schicksal.

Mögen sie uns und künftigen Eckenheimern an diesem Ort der Erinnerung ins Bewusstsein rufen, dass ein Krieg nichts Abstraktes ist, sondern sehr reale Wunden in Familien und Ortschaften hinterlässt. Das schlichte Ehrenmal, das die Bürger des Stadtteils 1922 zum Andenken an die im Ersten Weltkrieg als Soldaten gestorbenen Söhne Eckenheims errichten ließen, soll auch künftige Generationen daran erinnern.


Wie es einmal aussah:

 

Vorderseite am Eckenheimer Firedhof

Vorderseite am Eckenheimer Firedhof

Rückseite in der Niederbornstraße

Rückseite in der Niederbornstraße

Namen auf der rechten Seite

Namen auf der rechten Seite

Besuch von Peter Martus

Am 12. Mai 2016 besuchte uns Peter Martus zu unserem Gebabbel und berichtete uns mit sehr viel Witz und Charme über die Entstehung der „Metzgerei Martus“, die durch seinen Vater Lothar in Frankfurt am Main aufgebaut wurde.

Lothar Martus, der Gründer der Metzgerei Peter Martus wurde am 04.04.1931 in Durlach im Badischen geboren. Er ist der Jüngste von drei Brüdern und seiner älteren Schwester Hildegard.

Mit 13 Jahren, weil keine Schule wegen des Krieges abgehalten wurde oder nur zeitweise Schule war, half er bereits in der Metzgerei Bader in seinem Heimatort aus.

Mit 14 Jahren begann er die Lehre in dieser Metzgerei. Er verdiente 1,00 DM im ersten Lehrjahr. Das hieß aber von morgens um 6:00 Uhr bis abends zu arbeiten. Die Berufsschule war sieben Kilometer entfernt und er fuhr dort einmal die Woche mit dem Fahrrad hin.

Nach seiner Gesellenprüfung arbeitete er in verschiedenen Betrieben und kam über Obertshausen nach Frankfurt, wo er seine Meisterprüfung machte und erster Geselle bei der Metzgerei Ebert wurde. Diese Stelle wurde ihm durch Max Leichter vermittelt, mehrfacher deutscher Meister und Olympiazweiter im Ringen.

Beruflich ging es nun für Lothar schnell vorwärts: Er wohnte in einem Dachgeschosszimmer in Eckenheim. Dort entdeckte er eine Pferdemetzgerei in der Eckenheimer Schulstraße. Kurzerhand mietete er die Pferdemetzgerei zum 01.11.56 an und die Metzgerei Martus wurde eröffnet. Im gleichen Jahr wurde auch geheiratet und im September 1957 wurde Sohn Peter geboren.

1967 erfolgte die Verlegung der Firma Martus in die Homburger Landstraße.

Im April 1985 heiratete dann auch Peter seine Frau Emmi, die sich auf der Wanderschaft von Peter kennengelernt haben, dieser hatte nämlich noch, wie es sich für einen ordentlichen Handwerker geziemt, ein Jahr Wanderschaft durch Deutschland unternommen.

1983 übernahm Peter die Metzgerei und baute sie gleichzeitig als Laden um. Es kam zur kleinen Familie Tochter Nadine hinzu und zwei Jahre später Sohn Patrick.

Heute hat Patrick schon die Geschicke der Firma übernommen. Die Familie Martus und ihre Mitglieder engagieren sich auch in vielen Vereinen.

Neuerungen zum Erbrecht

Am 14.01.2016 haben wir unsere Mitglieder und die Mitbürger von Eckenheim zum ersten Gebabbel in diesem Jahr zum Thema Erbrecht eingeladen.

Herr Notar a.D. und Rechtsanwalt Wolfgang Heinrich erklärte uns die Neuerungen/Änderungen zum bestehenden Erbrecht.

Bei dem Vortrag ging es u. a. um folgende Punkte:

  • Gestaltung von Testamenten, Ehe- und Erbverträgen
  • streitige Erbauseinandersetzung
  • Orientierungsberatungen kurz nach dem Tod eines Erblassers
  • Erbauseinandersetzungen, außergerichtlich und gerichtlich
  • Verträge bei Schenkungen, vorweggenommener Erbfolge
  • Übertragung von Vermögenswerten an (zukünftige) Erben
  • Testamentsvollstreckung
  • Steuerberatung im Erbrechtsfall

Das Erbrecht hat so viele Facetten, dass jeder sich Gedanken machen sollte, wie er seine Lage regeln sollte und ob er ein Testament errichten muss.

Herr Heinrich erklärte allen Teilnehmern sehr deutlich, dass jeder der seine Erbverhältnisse nicht geklärt und handschriftlich niedergeschrieben hat, gegebenenfalls genau das erreicht, was er gerade nicht wollte und dann gegebenenfalls dem Staat als „letzte Instanz“ mehr vererbt, als nötig wäre.

„Das Schlechteste, was man tun kann, ist Nichts zu tun.

Nach dem Vortrag wurden viele Fragen von den Teilnehmern gestellt, die gerne und ausführlich beantwortet wurden. Gleichzeitig konnte auch der eine oder andere einen Beratungstermin vereinbaren.